{"id":2927,"date":"2008-06-08T12:34:39","date_gmt":"2008-06-08T10:34:39","guid":{"rendered":"https:\/\/allgeier-se.seowerk.net\/unkategorisiert\/09062008-2\/"},"modified":"2025-02-19T20:18:18","modified_gmt":"2025-02-19T19:18:18","slug":"it-dienstleister-extern-verwalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/allgeier-se.seowerk.net\/de\/news\/it-dienstleister-extern-verwalten\/","title":{"rendered":"IT-Dienstleister extern verwalten"},"content":{"rendered":"<p>Gerade gr\u00f6\u00dfere Unternehmen arbeiten oft mit vielen externen IT-Dienstleistern \u2013etwa Freiberuflern, Beratungs-, Software- und Systemh\u00e4usern zusammen. Das macht Arbeit, der man sich durch Komplettauslagerung entledigen kann.<\/p>\n<p>Je gr\u00f6\u00dfer ein Unternehmen, desto gr\u00f6\u00dfer auch die Zahl der IT-Dienstleister, mit der es zu tun hat. Das erzeugt im Unternehmen viel Arbeit: Abrechnungen und Arbeitsergebnisse m\u00fcssen gepr\u00fcft, Qualit\u00e4tssicherung betrieben und f\u00fcr oft sehr spezielle Aufgaben erst der richtige externe Partner gefunden werden.<\/p>\n<p>Nicht selten stehen daf\u00fcr irgendwann keine ausreichenden Kapazit\u00e4ten mehr zur Verf\u00fcgung. Die Folge: Eventuell arbeitet derselbe Dienstleister in einem gro\u00dfen Unternehmen in mehreren Abteilungen zu unterschiedlichen Konditionen, mehrere Servicepartner werden von unterschiedlichen Abteilungen unabh\u00e4ngig f\u00fcr dieselben Aufgaben eingekauft, es existieren keine verbindlichen, auf spezielle Aufgaben bezogenen und unternehmensweit g\u00fcltigen Qualit\u00e4tsma\u00dfst\u00e4be f\u00fcr externe IT-Dienstleister. Diese Ineffizienzen f\u00fchren dazu, dass Unternehmen mehr f\u00fcr IT-Services bezahlt und weniger Leistung bekommt als m\u00f6glich w\u00e4re, wenn alle Prozesse rund um die Verwaltung externer Dienstleister vereinheitlicht w\u00e4ren. Weil dazu intern h\u00e4ufig Zeit und manchmal auch Know-how fehlen, lohnt sich die Auslagerung. So jedenfalls die These der TPM (Third Party Management)-Dienstleister.<br \/>\nVon ihnen gibt es in Deutschland vielleicht ein Dutzend. Die meisten Anbieter betreiben wie etwa Goetzfried oder Hayes neben dem kompletten Management des Dienstleister-Portfolios f\u00fcr ihre Kunden auch einfache Personalausleihe f\u00fcr IT-Spezialisten.<\/p>\n<p>Andere Unternehmen, etwa die GFT-Tochter emagine konzentrieren sich ausschlie\u00dflich auf das TPM-Gesch\u00e4ft. Emagine besch\u00e4ftigt 15 Mitarbeiter, von denen die meisten lange Erfahrung im IT-Einkauf haben, und hat gegenw\u00e4rtig 650 Dienstleister unter Vertrag beim Kunden. Viele von ihnen sind Systemh\u00e4user oder Integratoren, aber es sind auch Freiberufler darunter. Im vergangenen Jahr setzte emagine mit TPM 55 Millionen Euro um.<\/p>\n<p>Beliebt ist TPM in der Finanzindustrie, deren Unternehmen traditionell mit besonders vielen IT-Dienstleistern zusammenarbeiten. Ein Beispiel daf\u00fcr liefert die IT-Tochter der Ergo-Versicherungsgruppe, Itergo. Dort entschloss man sich 2005, das Management der 60 nicht-strategischen IT-Dienstleister an emagine auszulagern. Der TPM-Partner kauft nun die IT-Leistungen f\u00fcr das IT-Unternehmen zentral ein und hat die Prozesse transparenter gestaltet. Das hat zu Einsparungen beim Einkauf gef\u00fchrt, die Itergo jedoch nicht beziffern m\u00f6chte. Branchentypisch sollen, so Dr. Oliver Ehret, Director Finance Resourcing Group, GFT Resource Management, f\u00fcnf bis zehn Prozent geringere Einkaufskosten pro Jahr sein. Daf\u00fcr erh\u00e4lt emagine eine absolute Bearbeitungsgeb\u00fchr pro Arbeitstag, die nichts mit dem Honorar der Dienstleister zu tun hat. Au\u00dferdem kann der Kunde jederzeit sehen, welche Honorare jeder IT-Dienstleister erh\u00e4lt.<br \/>\nDieses Modell h\u00e4lt Johanna N\u00e4gelsbach, unabh\u00e4ngige Beraterin und Konfliktl\u00f6serin im IT-Einkaufssektor, f\u00fcr beispielgebend. \u00bbH\u00e4ufig findet man Modelle, bei denen auf das Honorar, der IT-Dienstleisters einfach ein teilweise sehr hoher Prozentsatz aufgeschlagen wird. Das ist f\u00fcr den Kunden, der sein externes IT-Personal \u00fcber diesen Vermittler bezieht, nicht transparent. Das hei\u00dft, der Kunde verliert jeden \u00dcberblick dar\u00fcber, was er an wen bezahlt.\u00ab<\/p>\n<p>Zudem entstehe bei solchen Modellen f\u00fcr den Personaldienstleister der Anreiz, ein m\u00f6glichst hohes Volumen zu vermitteln, um seinen Gewinn zu erh\u00f6hen. Laufe ein Projekt l\u00e4nger als geplant, k\u00fcrze der Kunde h\u00e4ufig das Honorar der IT-Diensleister. \u00bbEs ist \u00fcblich, dass diese K\u00fcrzung voll an den IT-Spezialisten weitergegeben wird, w\u00e4hrend der Personaldienstleister bei seiner Marge bleibt\u00ab, kritisiert N\u00e4gelsbach. Dann seien die Dienstleister demotiviert, was dem Projektfortschritt und der Qualit\u00e4t der erbrachten Leistungen schade.<\/p>\n<p>Diese Ansichten sind freilich nicht unumstritten. \u00bbHonorarbasierende Modelle f\u00f6rdern keinesfalls den Missbrauch durch den Personaldienstleister\u00ab, betont Sven Herzberg, Vorstand Vertrieb beim IT-Personaldienstleisters Goetzfried AG aus Wiesbaden. \u201eDas w\u00fcrden unsere Kunden gar nicht dulden, sie verlangen von uns nachweisbare Leistungen in Form sinkender Kosten im IT-Personaleinkauf.\u201c<br \/>\nTrotzdem sieht auch Herzberg bei TPM-Projekten durchaus Risiken f\u00fcr die Kunden. So m\u00fcssen die internen Prozesse gegebenenfalls umgestaltet und TPM als Modell etabliert werden. Au\u00dferdem bestehe die Gefahr, im Unternehmen etablierte IT-Berater zu verlieren, weil sie keinen Vertrag mit dem Personaldienstleister schlie\u00dfen wollen. Lohnend sei ein TPM-Modell schon ab f\u00fcnf bis sechs Externen, die verwaltet werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Goetzfried geh\u00f6rt zu den Unternehmen, die ihren Kunden sowohl einfache Personalausleihe als auch TPM anbieten. Der Dienstleister besch\u00e4ftigt 200 Angestellte und rund 500 freie Mitarbeiter. Etwa 40000 IT-Freiberufler f\u00fcr die unterschiedlichsten Themen stehen in der Kartei. Systemh\u00e4user oder Integratoren sind nur wenige dabei. Rund zehn bis 15 Prozent erwirtschaftet Goetzfried mit TPM, den Rest des Umsatzes von 54 Millionen Euro (2007) mit der projektbezogenen Vermittlung von Einzelkr\u00e4ften. Die von dem Unternehmen gelisteten Freiberufler treten drei bis f\u00fcnf Prozent ihrer Ums\u00e4tze an den Vermittler ab. Rund neun Monate sind sie Spezialisten durchschnittlich bei einem Kunden. Die Vorarbeiten, die f\u00fcr eine TPM-Komplettl\u00f6sung n\u00f6tig sind, bekommt der Kunde daf\u00fcr als Beratungsleistung kostenlos.<\/p>\n<p>Artikel von Ariane R\u00fcdiger erschienen bei\u00a0<a href=\"http:\/\/www.informationweek.de\/news\/showArticle.jhtml?articleID=208402482\">InformationWeek.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gerade gr\u00f6\u00dfere Unternehmen arbeiten oft mit vielen externen IT-Dienstleistern \u2013etwa Freiberuflern, Beratungs-, Software- und Systemh\u00e4usern zusammen. Das macht Arbeit, der man sich durch Komplettauslagerung entledigen kann. Je gr\u00f6\u00dfer ein Unternehmen, desto gr\u00f6\u00dfer auch die Zahl der IT-Dienstleister, mit der es zu tun hat. 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